Herzlich Willkommen
in Bremen.

Wir möchten Ihnen helfen, schnell die wichtigsten Schritte in Bremen zu machen und gut anzukommen. Der Weg ist nicht immer einfach und an vielen Stellen ist nicht zu erkennen, wie es weitergeht. Für diese Situationen gibt es viele verschiedene Beratungs- und Unterstützungsangebote, die Sie auf dieser Seite finden. Der First Step Guide fasst die wichtigsten ersten Schritte und Anlaufstellen zusammen:

Ankunft in Bremen

1.

Ankunft

Unmittelbar bei oder nach Ihrer Ankunft in Deutschland müssen Sie sich bei einer staatlichen Stelle asylsuchend melden. Wenn Sie sich asylsuchend melden, wird geprüft, ob Sie sich länger in Deutschland aufhalten dürfen. Sie müssen Asyl beantragen, wenn Sie in Deutschland bleiben wollen.

Wer sich bereits bei der Einreise als asylsuchend meldet, wendet sich an die Grenzbehörde. Sie leitet Asylsuchende dann an die nächstgelegene Erstaufnahmeeinrichtung weiter. Wer sein Asylgesuch erst im Inland äußert, kann sich hierzu bei einer Sicherheitsbehörde (zum Beispiel der Polizei), einer Ausländerbehörde (Migrationsamt), bei einer Aufnahmeeinrichtung oder direkt bei einem Ankunftszentrum melden.

Einige Geflüchtete werden nach der Erstaufnahme umverteilt. Das bedeutet, dass sie in ein anderes Bundesland reisen müssen. Die Mitarbeiter der Einrichtung informieren Sie in diesem Fall über die weiteren Schritte.

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
Lindenstraße 110
28755 Bremen

Migrationsamt
Stresemannstraße 48
28207 Bremen
Tel.: +49 421 36188630

Zentrale Aufnahmestelle (ZAST)
Lindenstraße 110
28755 Bremen

  • Das Asylverfahren

    Wenn Sie in Bremen angekommen sind, sind folgende Schritte für die Einleitung und Durchführung eines Asylverfahrens nötig:

    1. Registrierung

    Registrieren Sie sich bei einer Erstaufnahmeeinrichtung, zum Beispiel bei der ZAST („Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber“). Nehmen Sie dafür all Ihre Dokumente mit. Es werden Fingerabdrücke genommen und es werden Passfotos von Ihnen erstellt. Von den Mitarbeitern der Erstaufnahmeeinrichtung erhalten Sie dann eine Art Laufzettel mit verschiedenen Aufgaben, wie zum Beispiel sich an bestimmte Einrichtungen zu wenden. Sie erhalten einen Auskunftsnachweis (oder vorher die “Anlaufbescheinigung”), der Ihre Berechtigung zum Aufenthalt in Deutschland nachweist und Sie außerdem dazu berechtigt,  staatliche Leistungen zu beziehen. Im Anschluss an Ihre Registrierung bekommen Sie eine Unterkunft zugeteilt.

    Zentrale Aufnahmestelle (ZAST)
    Lindenstraße 110
    28755 Bremen

    2. Antrag für Anhörung beim BAMF stellen

    Wenn das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sich nicht selbstständig bei Ihnen meldet, stellen Sie bei der Außenstelle des BAMF einen Antrag für eine Anhörung. Bei der Anhörung wird entschieden, ob und wie lange Sie in Deutschland bleiben dürfen.

    Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
    Lindenstraße 110
    28755 Bremen

    3. Arbeiten Sie Ihren Laufzettel von der Erstaufnahmeeinrichtung ab:

    – Arztbesuche vereinbaren und wahrnehmen
    – Einrichtungen aufsuchen (zum Beispiel Migrationsamt und Stadtamt)
    – Zugesprochene Leistungen abholen (zum Beispiel Straßenbahntickets)
    – Eventuell weitere Termine

    4. Anhörung

    Bei Ihrem Termin zur Anhörung erzählen Sie, warum und wie Sie nach Deutschland gekommen sind. Sie können eine Bezugsperson und einen Dolmetscher mitnehmen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) wird Ihren Asylantrag danach prüfen und Sie über die Entscheidung informieren. Bis Sie diesen Bescheid bekommen, verfügen Sie über eine “Aufenthaltsgestattung”.
    **Bei allen Fragen rund um Ihre Ankunft in Bremen und das Asylverfahren sollten Sie sich zusätzlich bei unabhängigen Beratungsstellen Unterstützung holen. Mehr Informationen dazu finden Sie unter Beratungsstellen  **

    5. Residenzpflicht

    Sie dürfen Ihren Wohnbezirk nicht verlassen, bis das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eine Entscheidung getroffen hat. Das BAMF kann verschiedene Entscheidungen treffen:

    Sie erhalten eine Aufenthaltserlaubnis (Asylgestattung)
    Sie erhalten eine Aufenthaltsgestattung (Vorläufiges Asyl)
    Sie erhalten eine Duldung (Asylantrag wird abgelehnt)

    Die Entscheidung des BAMF bestimmt das weitere Vorgehen für Ihren Fall.

    Bitte haben Sie Geduld! All diese Prozesse brauchen ihre Zeit und können deshalb lange dauern. Das heißt aber nicht, dass es nicht klappt!

  • Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

    Die „Erstaufnahmeeinrichtung für unbegleitete minderjährige Ausländer“ ist auf unbegleitete minderjährige Flüchtlinge spezialisiert.

    Das Jugendamt kümmert sich um alle Kinder und Jugendlichen, die jünger als 18 Jahre alt sind und nicht mit ihren Eltern oder Sorgeberechtigten nach Deutschland gekommen sind. Nach der Erstaufnahme werden Sie zunächst vom Jugendamt in Obhut genommen. Das bedeutet, dass das Jugendamt sich um eine sichere Unterkunft für Sie kümmert und darum, dass Sie etwas zu essen, genug Kleidung, medizinische Versorgung und soziale Betreuung bekommen. Das Jugendamt hat jedoch nichts mit Ihrem Asylantrag zu tun. Es entscheidet nicht darüber, wie lange Sie in Deutschland bleiben können.

    Ihnen wird vom Jugendamt ein Vormund zugeteilt, der rechtlich für Sie zuständig ist. In den meisten Fällen werden Sie dann bis zu Ihrer Volljährigkeit in einer Einrichtung untergebracht. Das wird ein Haus sein, in dem auch andere Jugendliche leben und Betreuer arbeiten, die immer für Sie da sind. Sie helfen Ihnen im Alltagsleben, z.B. bei Hausaufgaben oder bei Arztbesuchen. Die Betreuer unterstützen Sie außerdem in privaten Angelegenheiten, beispielsweise wenn Sie Kontakt mit Ihrer Familie aufnehmen möchten. Zögern Sie nicht, sich bei Fragen und Problemen an die Betreuer zu wenden!

    Erstaufnahmeinrichtung (EAE) für unbegleitete minderjährige Ausländer (umA)
    Steinsetzerstraße 12
    28279 Bremen
    Tel.: +49 421 98964840

    Erstversorgung des Jugendamtes für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
    Breitenweg 29-33
    28195 Bremen
    Tel.: +49 421 36179920

     

  • Die erste Zeit nach der Ankunft

    In der ersten Zeit werden Geflüchtete in einer Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht. Je nach Herkunftsland können Sie bis zu sechs Monate lang oder bis zur Entscheidung Ihres Antrags in Aufnahmeeinrichtungen untergebracht werden.

    Während Ihres Aufenthalts in einer Unterkunft erhalten Sie Nahrung, Kleider, Hygieneartikel, Leistungen bei Krankheit und weitere, individuelle Leistungen für sich und Ihre Kinder. Bei wichtigen Terminen, wie Arztterminen oder Terminen bei Ämtern, bekommen Sie zudem Tickets für die Straßenbahn / den Bus. Außerdem erhalten Sie einen monatlichen Geldbetrag zur Deckung der persönlichen Bedürfnisse. Diese Leistungen sind durch das sogenannte „Asylbewerberleistungsgesetz“ geregelt. Auch in Ihrer Anschlussunterbringung haben Sie Anspruch auf diese „Asylbewerberleistungen“. Auf den Papieren, die Sie vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erhalten, steht, wo und wann Sie das Geld bekommen. Das Geld können Sie beispielsweise nutzen, um in Ihrer Freizeit etwas zu unternehmen. In Bremen gibt es viele verschiedene Angebote zur Freizeitgestaltung. Einige von diesen Angeboten sind kostenfrei, es gibt aber auch Angebote, für die Sie bezahlen müssen. Informieren Sie sich hierzu vorher in der Einrichtung, bei der Sie etwas unternehmen möchten.

    Sobald Sie als Geflüchteter anerkannt sind, dürfen Sie sich in Deutschland frei bewegen. Sie müssen nicht in Bremen bleiben. Klären Sie vorher ab, welche Kosten Sie dann selbst tragen müssen, wenn Sie staatliche Leistungen erhalten.

    Die Mitarbeiter Ihrer Unterkunft helfen Ihnen bei Fragen gerne weiter. Aber auch außerhalb Ihrer Unterkunft können Sie von Beratungsstellen in Bremen Unterstützung bekommen.

    Mit der Anerkennung als Geflüchteter bekommen Sie für meist drei Jahre einen Aufenthaltstitel. Danach wird erneut geprüft, ob sich die Umstände in Ihrem Heimatland verändert haben. Besteht nach wie vor eine Asylberechtigung, dürfen Sie eine “Niederlassungserlaubnis” beantragen. Diese Erlaubnis gilt unbegrenzt: Auch wenn sich die Situation in Ihrer Heimat stabilisiert, müssen Sie mit einer Niederlassungserlaubnis Deutschland nicht verlassen.

medizinisches

2.

Medizinische Versorgung

Nachdem Sie den Asylantrag bei der Erstaufnahmeeinrichtung (zum Beispiel der ZAST) gestellt haben, bekommen Sie einen Termin zur medizinischen Untersuchung. Bei dieser Untersuchung werden wichtige Impfungen nachgeholt. Zudem überprüft ein Arzt, ob eine Tuberkulose-Erkrankung vorliegt.

Bei gesundheitlichen Problemen, Schwangerschaften oder bei einer Geburt werden Geflüchtete direkt medizinisch versorgt. Sie erhalten eine Ersatzkarte von der ZAST, die drei Monate gültig ist, bis Ihr Verbleib in Bremen geklärt ist. Danach bekommen Sie die Gesundheitskarte. Sie sind zunächst über die AOK krankenversichert.

In Notfällen dürfen Sie auch ohne Behandlungsschein zum Arzt oder in das Krankenhaus gehen.

Weitere Informationen und Anlaufstellen finden Sie im Bereich Gesundheit.

Strassenbogen

3.

Deutschkurse

Sie leben jetzt in Bremen und möchten schnell Deutsch lernen. Das ist wichtig, um neue Menschen kennenzulernen, sich im Alltag zu verständigen, um Arbeit zu finden oder sich weiterbilden zu können. Auch Kinder müssen für die Wahrnehmung ihrer Schulpflicht Deutsch sprechen können.

Möglichkeiten, um Deutsch zu lernen, gibt es viele. Wir stellen Ihnen hier eine Auswahl von Einrichtungen, bei denen Sie Deutsch lernen können, zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass Sie für einige Kurse einen “Berechtigungsschein” brauchen. Wenden Sie sich dafür an die Ausländerbehörde oder an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Einige dieser Sprachkurse sind mit Integrationskursen verbunden, die Ihnen helfen, sich schneller in die Gesellschaft in Bremen integrieren zu können.

Bitte haben Sie Geduld! Manchmal dauert es etwas länger, bis Sie an einem Deutschkurs teilnehmen können. Das heißt aber nicht, dass es nicht klappt!

Migrationsamt
Stresemannstraße 48
28207 Bremen
Tel.: +49 421 36188630

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
Lindenstraße 110
28755 Bremen

4.

Wohnen

Wenn Sie vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) als Geflüchteter anerkannt wurden, haben Sie die Möglichkeit, Ihre bisherige Unterkunft zu verlassen und eine eigene Wohnung zu beziehen. Sie können alleine oder mit Ihrer Familie eine Wohnung beziehen. Dazu können Sie sich von einer Wohnungsbaugesellschaft, zum Beispiel der BREBAU oder der GEWOBA, bei der Wohnungssuche unterstützen lassen. Sie können aber auch in eine Wohngemeinschaft (WG) ziehen. Wie Sie eine Wohngemeinschaft finden können, wird auf der Seite “Flüchtlinge Willkommen” beschrieben. Auch auf der Seite WG-Gesucht können Sie nach einer WG suchen oder ein Gesuch aufgeben. Bei Schwierigkeiten wenden Sie sich an entsprechende Beratungsstellen oder an die Mitarbeiter Ihrer aktuellen Unterkunft.

Arbeit

5.

Arbeit

Wenn Sie in Deutschland arbeiten möchten, brauchen Sie eine Arbeitserlaubnis. Oft ist es notwendig, dass Sie Ihre beruflichen Qualifikationen, die Sie in Ihrem Herkunftsland erworben haben, in Deutschland anerkennen lassen. Außerdem müssen Sie die deutsche Sprache gut beherrschen. Auf unserer Seite finden Sie Angebote in Bremen, die Ihnen helfen können, in Deutschland zu arbeiten. Vor allem die Zentrale Anlaufstelle für Flüchtlinge (ZAF) des Jobcenters Bremen unterstützt Sie bei der Suche nach einer geeigneten Arbeit.

Sobald Sie arbeiten dürfen, können Sie sich aussuchen, ob Sie weiterhin bei der AOK krankenversichert bleiben wollen, oder ob Sie die Krankenkasse wechseln wollen.

Zentrale Anlaufstelle für
Flüchtlinge (ZAF)

Utbremer Straße 90
28217 Bremen

Tel: +49 421 56600

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