connect – Prävention und Integration durch aufsuchende Arbeit mit fluchterfahrenen Jugendlichen

Orientierung im unbekannten öffentlichen Raum und das Erlangen von Kenntnissen über Angebote und integrationsfördernde Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung verlangen Individuen ein hohes Maß an Zeit und Anstrengung ab. Während einer solchen Phase der Orientierungsunsicherheit sind Jugendliche mit Fluchterfahrung ggf. empfänglicher für Ansprachen durch Menschen, die ihre eigenen Interessen über die anderer – insbesondere nach Anschluss und Zugehörigkeit suchender junger Menschen – stellen und diese in ihrem eigenen Sinne zu beeinflussen suchen. Um jungen, fluchterfahrenen Menschen eine Unterstützung bieten zu können, arbeitet das Team von „connect“ im Bereich der aufsuchenden Jugendarbeit mit dieser Zielgruppe.

Die MitarbeiterInnen des Teams sind in den Bremer Stadtteilen der Regionen Ost, Mitte-West und Süd aktiv. Die Arbeit von „connect“ folgt dabei einem niedrigschwelligen Ansatz und zielt neben der Kontakt- und Beziehungsarbeit an den (öffentlichen) Treffpunkten auch auf die längerfristige Begleitung und Beratung der Jugendlichen. Dies geschieht teilweise auch in Kooperation mit stationären Einrichtungen sowie mobilen BetreuerInnen und BeraterInnen aus der Flüchtlingshilfe oder Institutionen der Jugend- und Sozialarbeit, um schnell und effektiv unterstützende und bedarfsgerechte Angebote initiieren zu können. Der Fokus liegt dabei u.a. auf integrativen Aspekten von freizeitpädagogischen und begegnungsorientierten Angeboten.

Die aufsuchende Jugendarbeit bietet den jungen Menschen mit Fluchterfahrung in der Phase ihrer Orientierung in einem neuen sozialen Umfeld ein lebensweltorientiertes Angebot mit vertrauensvollem Kontakt zu verlässlichen Ansprechpersonen. Die persönliche Verortung im Quartier und im städtischen Raum, das Kennenlernen bestehender Angebote der offenen Jugendarbeit und Jugendhilfe, Begegnungen mit anderen Gleichaltrigen und ihren Peers, die Einbindung in sport- und freizeitpädagogische Aktionen sowie die Vermittlung zu spezifischen Institutionen in einem unterstützenden Netzwerk bilden das Gefüge des Angebotes von „connect“.

Übergeordnetes Ziel des Teams ist dabei die Förderung gesellschaftlicher und gemeinschaftlicher Integration, u.a. durch

  • den Abbau von Vorurteilen und Berührungsängsten im Rahmen gemeinsamer positiver Erlebnisse
  • die Reduzierung devianter Verhaltensformen mittels präventiver Arbeitsansätze
  • die Vermittlung von Anerkennungs-, Teilhabe-, Zugehörigkeits und Selbstwirksamkeitserfahrungen in einer schwierigen Veränderungsphase
  • die Stärkung der Akzeptanz einer vielfältigen, transkulturellen Identität und Gesellschaft

Das Team versteht sich als ergänzendes Angebot mit dem Anspruch, andere Institutionen im Arbeitsfeld zu entlasten und Versorgungslücken im freizeitpädagogischen sowie vernetzenden Bereich zu schließen. Die Trägerschaft von „connect“ liegt beim Verein zur Förderung akzeptierender Jugendarbeit e.V. (VAJA).

AnbieterVerein zur Förderung akzeptierender Jugendarbeit e.V. - connect
AdresseHinter der Mauer 9, 28195, Bremen
AnsprechpersonJens Schaller und Christoph Reineke
Telefon0421 76266, 0157 52510147
E-Mailconnect@vaja-bremen.de
Websitevaja-bremen.de
Verein zur Förderung akzeptierender Jugendarbeit e.V. - connect

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